Der Ursprung vom Faschingsfest geht auf die Fastnacht zurück, ein christliches Fest in der Nacht vor dem Aschermittwoch. Hier konnte ein letztes Mal gefeiert werden, bevor die 40 tägige Fastenzeit beginnt und mit dem Osterfest wieder endet. 

In vielen Ländern rund um den Globus wird auch heuer wieder Fasching gefeiert. Besonders bekannt sind die Karnevalsumzüge in Köln, Venedig oder Rio de Janeiro. Auch in Österreich wird in den kommenden Tagen das Verkleiden, Krapfen essen und Singen lustiger Lieder an der Tagesordnung stehen. Woher die Faschingsbräuche kommen und was es mit ihnen auf sich hat, haben wir für euch herausgefunden...

Deshalb verkleiden wir uns im Fasching

Warum wir uns im Fasching verkleiden, geht auf verschiedene Erzählungen zurück. Es ist aber auch ortsabhängig, denn die Bräuche und Rituale variieren stark in den unterschiedlichsten Ländern und Regionen. Eine sehr gängige Überlieferung des Verkleidens am Faschingsdienstag geht darauf zurück, dass der Winter und die bösen Geister vertrieben werden sollen. Die damaligen Verkleidungen fielen deutlich gruseliger aus als heute. Mit grässlichen Masken über dem Gesicht und lauten Glocken in der Hand wurde Krawall erzeugt, der die bösen Geister und den Winter einschüchtern sollen. 

Andere Überlieferungen besagen, dass der königliche Hof auf den Kopf gestellt werden soll und der närrische Hofstaat regiert. Daraus gehen auch die beliebten Verkleidungen als Prinz und Prinzessin oder das Tanzmariechen bei heutigen Karnevalsgarden hervor. 
 

Darum ist Faschingszeit Krapfenzeit

Gerade in der Faschingszeit erfreut sich der Krapfen an besonderer Beliebtheit. Der Grund dafür ist die anstehende Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch beginnt und dem Ostersamstag endet. Früher aßen die Leute demnach in der Faschingszeit die Speisen, die in der Fastenzeit verboten waren. Dazu gehörten auch fettige Süßspeisen wie der Krapfen. Außerdem ließen sich bei der Herstellung der Krapfen die Vorräte vor der Fastenzeit aufbrauchen. Krapfen waren zudem um einiges fettreicher und nahrhafter als einfaches Brot. Somit konnte vor der Fastenzeit noch zusätzliches Fett gespeichert werden.

Andere Erzählungen besagen, dass der Krapfen aufgrund seines hohen Fettgehalts die ideale Unterlage für ausgelassene Faschingsfeste war. Damit ließen sich großen Mengen an Alkohol besser vertragen. Denn auch das Feiern ist in der sechswöchigen Fastenzeit verboten. 
 

Warum der Faschingsdienstag nicht immer am selben Tag ist

Das Datum des Faschingsdienstags orientiert sich am Ostersonntag und ist jedes Jahr verschieden. Der Ostersonntag fällt immer auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling. Aus diesem Grund findet das Osterfest in manchen Jahren schon im März statt und in anderen Jahren erst Ende April. Vom Ostersonntag müssen 47 Tage abgezogen werden, um das Datum des Faschingsdienstags zu erhalten. Die 47 Tage ergeben sich aus der 40 tägigen Fastenzeit und den Sonntagen, die in der Fastenzeit nicht miteinberechnet werden. 

Dieses Jahr fällt der Faschingsdienstag auf den 5. März und der Ostersonntag auf den 21. April.