Ist das Schreiben mit der Hand heutzutage noch wichtig?

In einer Touchscreen-Welt mag man sich fragen, ob es überhaupt noch nötig ist, mit der Hand zu schreiben. Die Antwort: Ja, die Handschrift ist immer noch wichtig. So fördert das Schreiben von Hand z. B. die Konzentrationsfähigkeit. Einfache Schwungübungen tragen dazu bei, dass das Schreibenlernen später wesentlich leichter fällt. 
 

Die Hand will nicht wie der Kopf

Für Kinder ist es eine große Herausforderung, leserliche Buchstaben aufs Papier zu bringen. Ihre Feinmotorik – also die vielen kleinen, präzisen Bewegungen der Finger – ist noch nicht ausgereift. Und ihre Schreibmotorik, also die speziellen Bewegungsabläufe beim Schreiben, ist noch gar nicht angelegt. Daher sind die ersten Buchstaben sehr groß und unregelmäßig. Den Stift richtig zu halten, fällt den meisten anfangs ebenfalls schwer. Außerdem muss man an so vieles gleichzeitig denken – die Schreibrichtung, auf der Zeile bleiben, den Stift nicht zu fest und nicht zu leicht aufdrücken. Dazu gesellen sich nicht selten Anflüge von Frust, wenn die Hand einfach nicht so will wie der Kopf.

Üben, um zu automatisieren

Wesentlich leichter fällt Kindern das Schreibenlernen, wenn sie zuvor viele schreibmotorische Übungen machen – auch ihre Handschrift wird somit später leserlicher. Solche Übungen, wie regelmäßige Wellen nachfahren, Spiralen zeichnen und Bogen ziehen, setzen einen Automatisierungsprozess in Gang: Das Gehirn speichert die Bewegungsabläufe und gibt sie später beim Schreibenlernen automatisch wieder. So kann sich das Kind auf die Form der Buchstaben und den Inhalt konzentrieren, statt sich auf Teilaspekte wie „kleinen Bogen machen” und „geraden Strich ziehen” fokussieren. 

Das richtige Schreiblern-Training für das eigene Kind zu finden ist gar nicht so einfach – aber sehr wichtig. Drückt das Kind mit dem Stift zu fest auf, ist es beim Schreiben zu langsam, hat es eine sehr unleserliche Schrift oder fehlt ihm noch der Rhythmus? All diese Anfangsschwierigkeiten kann man gezielt mit Schreibübungen trainieren und verbessern. Die Lernbuchreihe von Stabilo „Leichter schreiben lernen“ bietet zahlreiche kindgerechte Aufgaben und Übungen für Schreibanfänger.
 

Abwechslung beim Üben ist wichtig

Wichtig beim Üben ist Abwechslung. Das betrifft nicht nur die Art der Übungen, sondern auch, wo und wie man sie macht: Das Kind sollte verschiedene Schreibgeräte benutzen, auch Bunt- und Filzstifte, Wachs- und Straßenmalkreiden. So macht das Üben auch gleich viel mehr Spaß. Eine Stunde pro Woche (aufgeteilt auf mehrere Tage) reicht übrigens schon!