Die heutigen Kinder sind Digital Natives: Das bedeutet, dass das Internet bereits zum Zeitpunkt ihrer Geburt eine Selbstverständlichkeit war und sie damit aufwachsen. Wie man sich sicher im Netz bewegt, wird einem aber nicht in die Wiege gelegt. Gerade soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram überfordern Volksschulkinder und dürfen von ihnen eigentlich auch nicht benutzt werden: Für Facebook z.B. muss man laut Nutzungsbedingungen mindestens 13 Jahre alt sein, um sich einen Account anlegen zu dürfen. Eltern müssen sich also informieren, was ihre Kinder im Internet tun und dabei das „Kleingedruckte” (also die Nutzungsrichtlinien bzw. AGBs von Diensten) lesen. 

Volksschulkinder sollten aber sowieso nicht allein mit dem Internet gelassen werden. Das hat nichts mit mangelndem Vertrauen zu tun: Kinder klicken nicht mit böser Absicht gefährliche Inhalte an. Am besten man begleitet sie bei Ausflügen ins Internet! 

Eigene Suchmaschinen für Kinder

Gesucht und gefunden - und zwar sicher! Als Startseite des Internetbrowsers legt man am besten eine Kindersuchmaschine fest. Hier surfen Kinder sicher und finden altersgerechte Informationen. Folgende Kindersuchmaschinen eignen sich dafür: 

Eine Menge wichtiger und hilfreicher Informationen zum Thema „Sicher im Internet” bieten folgende Seiten: www.saferinternet.at, www.schau-hin.info und www.klicksafe.de.
Hier wird außerdem ausführlich über Themen wie Cyber-Mobbing informiert. Darunter versteht man das bewusste Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen via Handy oder im Internet. Dagegen kann man sich wehren, indem man die Übeltäter blockiert, Beweise wie Postings sichert, nicht auf Nachrichten antwortet und darüber redet.

Kinder und Social Media

Facebook, Instagram und Co. sind aus dem Alltag vieler Kinder und Teenager nicht mehr wegzudenken. Doch das Online-Leben birgt auch einige Gefahren. Wir haben ein paar Tipps gesammelt:

Wie viele Likes hat dein neues Foto auf Facebook? Wie viele Follower zählst du auf Instagram? Und wer hat dein aktuelles Video auf Snapchat gesehen? Hat man sich vor vielen Jahren noch Zettelchen mit „ja”, „nein” und „vielleicht” zugesteckt, so wird heute übers Netz mitgeteilt, wen man mag und wen nicht. Tausende „Freunde” stapeln sich in der virtuellen Welt, einen Großteil davon kennt man aber gar nicht. Die Hemmschwelle, Privates von sich preiszugeben, ist in Zeiten von Social Media so niedrig wie noch nie. Teenager posten Bilder in aufreizenden Posen und mit Schmollmund, die nicht nur ihre „analogen” Freunde zu Gesicht bekommen. Denn: Je öffentlicher die Postings, desto höher die Chancen auf ganz viele Likes. Dass sich unter den Betrachtern auch Cyberkriminelle finden könnten, wird da schnell vergessen – oder eben riskiert. 

Ohne Profil in den sozialen Medien ist man ab einem gewissen Alter in der Schule schnell zum Außenseiter abgestempelt. Dabei ist es kein Problem, den eigenen Account zu schützen. Beispielsweise sollte man keine Anfragen von Leuten annehmen, die man nicht kennt, seinen genauen Aufenthaltsort nie nennen und keine Aussagen tätigen, die man im „echten” Leben nicht genau so sagen würde. 

Wer ein privates Profil hat und nicht etwa Werbung für die eigene Firma (oder sich selbst) macht, der sollte seine Freundeslisten auf jene Menschen reduzieren, die auch im echten Leben und nicht nur in der virtuellen Welt vorhanden sind. In den Privatsphäre-Einstellungen kann außerdem genau festgelegt werden, wer was zu sehen bekommt.
 

Tipp: Nachdenken, bevor man etwas postet. Das Internet vergisst nicht! Peinliche Bilder oder Videos aus der Jugendzeit können Jahre später zum Verhängnis werden – etwa bei einer Bewerbung. Es ist heute üblich, dass Firmen etwaige neue Mitarbeiter auch online „überprüfen”.

Social Media sinnvoll nutzen

Freilich dürfen soziale Medien nicht verteufelt werden. Beispielsweise ist es durch sie möglich, später mit Leuten aus der Schulzeit in Kontakt zu bleiben, die man sonst aus den Augen verlieren würde. Auch im Unterricht können Handy und Co. für Konflikte sorgen. Doch anstatt soziale Medien aus dem Schulalltag zu verbannen, sollten sie sinnvoll integriert werden. Digitale Medien können zum Beispiel aktiv in den Unterricht eingebaut werden, um dabei gleichzeitig die sichere Internet- und Handynutzung zu thematisieren. Und das nicht nur in Informatik! Gerade Fächer wie Geographie oder Geschichte können mithilfe von Apps und Co. spannender gestaltet werden.